De Efteling zu Coronazeiten

Mein erstes Mal im märchenhaftestem Freizeitpark in den Niederlanden war ein magisches Abenteuer. Hier erfährst Du alle Notwendigkeiten, die Du bei Deinem ersten Besuch beachten solltest und ob man zu Coronazeiten sich in den Park zutrauen kann oder nicht.



Tagesbesuch mit oder ohne Übernachtung

In diesem Punkt scheiden sich viele Geister. Zum einen sind mehrere Aspekte zu beachten, die für oder gegen eine Hotelübernachtung sprechen. Zum einen die Distanz zum  anderen das liebe Geld und Verfügbarkeit. 

Das Ticket 
Es gibt verschiedene Tickets die an verschiedenen Zeiträumen gültig sind. Auch bis zum 30. August gibt es das Abendtickets Mond die von 18-22 Uhr gültig sind. Ansonsten startet die Preisskala von 38-45 Euro. (Siehe Bild)

Vergiss das Parkticket für 12,50 Euro nicht. 😉 

Standpunkt 07/2020

Hotels
Es gibt die Möglichkeit auch dort zu übernachten. Dabei gibt es drei Hotels die dem Parkkonzern gehören und ein Urlaubspackage anbieten. 

Welche Hotels gibt es?

  • Efteling Hotel
  • Loonsche Land Hotel (Zimmer)
  • Ferienpark Efteling Loonsche Land (Ferienhäuser)
  • Ferienpark Efteling Bosrijk 

Was ist der Preis für eine Übernachtung?
Für eine Nacht und 2 Tage Parkeintritt fangen die Preise bei 320 bei einem Standardzimmer bis 650 Euro für eine Suite an.

Was ist im Preis einer Übernachtung inbegriffen?

Frühstück
Das variiert zwischen Ferienhaus und Hotelzimmer. Während Du bei einem Ferienhaus eine Frühstückstüte die an die Tür gehängt wird bestellst, hast Du im Hotelzimmer ein Frühstücksbuffet inklusive. (Zu Coronazeiten gibt es ein ‚an den Tischbring‘-Service als Buffet)

Parkeintritt
Du erhältst die Tickets mit einer Gültigkeit von Anreise bis Abreise. ( 1 Nacht – 2 Tage in meinem Fall)

Parkplatz
Parken kannst Du umsonst. 

Shuttlebus-Service
Alle 20-25 Minuten kommt ein Shuttlebus und bringt Dich in den Park. 

Bringservice
Du kannst shoppen und die Mitarbeiter bringen es ins Hotel an die Rezeption.

Zimmeraustattung 
Neben Handtüchern sind auch Dusch- und Shampooseife vorzufinden. Ein Fön ist ebenfalls nutzbar. Außerdem kann man deutsches Fernsehen schauen oder einen Stream im WLAN anschauen. 


Zwischenrechnung
Bei 320 Euro haben wir die Eintrittstickets für 90 Euro p.P. Das macht 180. Die restlichen 140 Euro sind für das Hotel Efteling Loonsche angedacht. Also 70 Euro pro Kopf. Ob die Leistung für den Preis auch stimmt, werden wir im Verlauf des Beitrags sehen. 

Efteling Loonsche Hotel(zimmer)

Unsere Ankunft

Die Fahrt bis nach Kaatsheuvel war sehr angenehm. Zwar darf man nur 100 km/h in den Niederlanden fahren, doch nach 4 Stunden kamen wir an. Als wir mit dem Auto eigentlich angekommen sind, haben wir das zuerst nicht gefunden und das Navi hat uns wirklich komisch herumgeführt. Leider fehlt von Schildern jede Spur und man muss sich wirklich anstrengen eins der wenigen Wegweiser zu sichten. Die Straße die zu den Hotels führt, ist viel zu schmal und man muss sich echt sorgen beim entgegenkommendem Verkehr keine Spiegel abzufahren. 

Da eigentlich alles ausgebucht war und spontan etwas frei wurde, bekamen wir wie eigentlich vorgesehen keine Post. Im Briefumschlag befinden sich Eintrittstickets, einen Parkschein, Deine Zimmerkarte, die du behalten darfst und ein paar Infos. 

Alleine, dass wir die Karte behalten durften, war total klasse. Wir sind danach auch direkt in den Park gelaufen. Denn wie wir wissen ist Zeit Geld oder? Mein Tipp: Hol Dir etwas zu trinken mit wenn es warm ist. 

Hinweis: Die Sicherheits- und Hygienemaßnahmen des Parks möchte ich zum späteren Zeitpunkt erwähnen. 

Das ist etwas eng o.O

Hinweis für Menschen mit Behinderungen

An der Rezeption erhielten wir durch das Vorzeigen des Schwerbehindertenausweises eine Karte, die man an separaten Eingängen der jeweiligen Attraktionen vorzeigt um unter vereinfachten Bedingungen in die Attraktion(en) einzusteigen. Der Unterschied allerdings ist, dass hier durch die aktuelle Pandemie eventuell andere Eingänge genutzt werden müssen um eine Kreuzung zu vermeiden. Den Besitz der Karte bedeutet aber auch, dass Du keine Priorität wie im Disneyland Paris hast, sondern wartest idR genauso lange wie die reguläre Warteschlange. Für Menschen mit eingeschränkter Mobilität wird eine Sitzgelegenheit angeboten sowie Rollstuhllifte usw. Menschen mit Wahrnehmungs- und psychischen Störungen werden ebenfalls in der Regel von der regulären Warteschlange separiert, was Meltdowns/Panikattacken/Zusammenbrüche vorbeugen kann. Ebenfalls sind Assistenzhunde im Park willkommen. Weitere Infos dazu findest Du hier: https://www.efteling.com/de/park/informationen/besucher-mit-behinderung/entdecke-den-freizeitpark 

Online kannst Du ebenfalls diese Karte ausfüllen, drucken und nutzen. Alternativ kannst Du die auch auf Deinem Smartphone vorzeigen. Allerdings wird das geprüft. Nimm also bitte die nötigen Dokumente mit. 
Hier geht es zur Karte: https://www.efteling.com/de/park/informationen/besucher-mit-behinderung/plane-deinen-besuch/karte-fur-behindertengerechte-einrichtungen-beantragen

Aus Datenschutzgründen wurden einige Felder unkenntlich gemacht

Der erste Tag

Auf dem Hotelparkplatz haben wir uns beschlossen für 5-10 Minuten zum Park zu laufen. Es war sehr angenehm in einer ruhigen Umgebung zum Park zu spazieren. Neben dem Haupteingang gab es auch einen Hoteleingang. Es sind provisorische Container gebaut worden, in denen die Mitarbeiter*innen Dein Ticket scannen. So fing der Spaß also an…

…doch was macht man eigentlich im Urlaub? Genau! Nichts! Nada! Rien! Wir schlenderten und ließen uns einfach treiben. Wir waren ganz unvoreingenommen schlichen uns herum. Zu bewundern gab es einiges. Angefangen von den mit detailgetreuen Lampen, Toren, Schlössern, Figuren und Gebäuden bis hin zur verblüffenden Natur an dem sehr viel Grün blüht. Sobald man reinkommt kann man entweder nach links Richtung Märchenwald (Sprokjesbos) oder nach rechts Richtung Fata Morgana. Wir entschieden uns über den Haupteingang und Hauptweg in Richtung Symbolica zu gehen um einen kleinen Überblick zu verschaffen.

Attraktionen

Bedenke, das sind die Attraktionen die wir in den 2 Tagen gemacht haben. Manche wurden doppelt oder dreifach besucht, aber zeitlich oder chronologisch sind die nicht aufgelistet. Ebenfalls gibt es keinen Rang für die Attraktionen. Nur eine Empfehlung 😉


Symbolica:

Fotos zur Attraktion habe ich keine gemacht, da ich die Regeln des Parks respektiere und denke, Du sollst Dich definitiv verzaubern lassen. Der König hat lädt Dich nämlich ein. Ohne Regeln, ohne Dresscode oder sonst was. Nur eins will ich Dir auf den Weg geben: Wer die Macht der Fantasie besitzt, sitzt an der Quelle der Magie. Meines Erachtens nach eine sehr gelungene Attraktion. Doch es ist kein Wunder, dass die Attraktion so viele Besucher*innen zum staunen bringt. Die Inspiration findest Du nämlich in Hong Kong. Genauer gesagt im Mystic Manor vom Disneyland Hong Kong. Auch das schienenlose Wegesystem ist ein Teil der Attraktion, was Du bei Ratatouille vorfinden kannst. 

Villa Volta:
Unsere zweite Attraktion, denn sie wurde mir „wärmstens“ empfohlen. Als ich drin saß, wusste ich, was auf mich zutrifft. Wer den Fluch der Kassandra kennt, weiß wovon ich rede. Lange Rede, kurzer Sinn: Mir war schwindelig und ich vertrage den Käse ja noch weniger als im Europa Park. Warum? Die Aufmachung ist besser als in Rust und es war alt und doch neu. 😉 

Carnaval Festival: 
It’s a small world ist sicher ebenfalls eine Inspiration gewesen. Der Sinn und die Intention sind sicher die Gleichen, aber die Umsetzung und Musik sind verschieden. Während ich viele Einheimische das Lied singen hörte, habe ich das Lied wieder komplett verlernt. Liegt daran, dass ich die Sprache nicht beherrsche. Die Liebe im Detail war trotz der in die Jahre gekommenen Gondelattraktion zu sehen. Ich war begeistert und mochte echt die Bahn. Was mich verwunderte: Alle Wägenbügel und Kontaktstellen sind nach Ausstieg desinfiziert worden. Daumen hoch! 

Max und Moritz:
Die Familienachterbahn ist eine zweigleisige Achterbahn, wo gleichzeitig die Wägen in verschiedenen Richtungen abfahren. Die Strecke ist kurz, also werden zwei Runden gedreht. In der Warteschlange siehst Du dann lustige Animationen am Bahnhofgebäude. Sie machte mir eine große Freude und ist definitiv für Kinder geeignet. 

Droomvlucht:
Eins Vorweg: Mein absolutes Highlight. Hier erkenne ich absolut keine Inspirationen aus anderen Parks, denn das ist m.E. eine einzigartige Attraktion. Du sitzt in einer Hängegondel die sich drehen kann. Das Fahrgeschäft ist für groß und klein, also nicht schnell. Du wirst von Raum zu Raum gebracht und bestaunst ein Panorama einer Welt die sich gewaschen hat. Treffen wirst Du Feen, Elfen, Gnome und vieles mehr. Die Kleinigkeiten und die Details entdeckst Du erst bei wiederholten Besuchen der Attraktion. Meine absolute Empfehlung.

Märchenwald:
Ein Must-Do im Efteling. Wandern in prächtigster Natur mit tollen Märchenfiguren. Ganz simpel, ganz toll und immer wieder einen Besuch wert. Mehr brauch ich nicht zu sagen. Man nennt es dort Sprokjesbos. 🙂

Spookslot:
Wo Licht ist, gibt es auch Schatten. So kann man in der einzigartigen Geisterburg eine Geschichte begutachten für 10 Minuten, das echt schaurig aber schön ist. Vom Stil her zu vergleichen mit Droomvlucht und definitiv eine gute Alternative zur regulären Geisterbahn. Für jeden gibt es etwas zu entdecken. 🙂

Fata Morgana:
Bei Piraten von Batavia, Pirates of the Carribean und auch Fata Morgana sitzt Du in einem Wasserboot. Dennoch muss ich eins gestehen: Obwohl man das Alter ansieht, ist es wie alle anderen Attraktionen mit kleinen aber feinen Details geschmückt worden und auch eine wirkliche Reise in den nahen Osten bzw. Asien. Ich würde Dir ebenfalls empfehlen diese Attraktion zu fahren. 

Baron 1898:
Ein Dive Coaster der ganz kurz, knackig und richtig gut umgesetzt ist. Ein Looping und eine einzelne Schraube erwartet Dich. Weniger als 30 Sekunden ist der Fahrspaß auch schon wieder vorbei. Für kleine Angsthasen die doch mal was erleben wollen eine gute Eingewöhnung. Für Adrenalinjunkies ist es viel viel viel viel zu kurz. 😉 Achtung: Suchtgefahr!

Andere Attraktionen wie Pirana, Der vliegende Holländer, Joris en de Draak oder Pagode usw. haben wir aus gesundheitlichen Gründen nicht besucht. Zum einen mag Mike absolut kein Wasser und alleine fahren ist doof. Andere Attraktionen haben zu dem Zeitpunkt einfach nicht gepasst, da die Hitze sehr extrem war. Heißt aber nicht, dass sie schlecht sind. Also probier es aus und berichte mir, ich freue mich immer auf Meinungen anderer.

Ebenfalls haben wir uns aus der aktuellen Situation gegen einen Besuch verschiedener Shows entschieden. Neben der knappen Verfügbarkeit hatten wir die Zeit etwas vergessen. 😉

COVID-19 und die Warteschlangen:
Alle Warteschlangen wurden mit dicken Folien abgedeckt, damit keine Infektionen verringert werden. Plexigläser hätten es auch getan. Meckern auf hohem Niveau eben. 😉 
Allerdings gab es einen rot-weiß abwechselnder Streifen auf dem Boden. War ganz einfach: Rot pfui! Nicht stehen! Weiß ist nice! Steh drauf! Leider haben sich sehr viele Menschen NICHT daran gehalten. Abstand nach vorne zu wahren war möglich. Hinter uns standen die Leute uns im Nacken. Das war ungemütlich und man fühlte sich sehr unwohl. Dieser Moment in der Warteschlange hat uns stark zugesetzt und den Ausflug sehr vermiest. Die nicht-vorhandene Maskenpflicht ist ein großes Manko, da mittlerweile bewiesen ist, dass bis zu 80%(!) weniger Infektionen stattfinden durch Masken. Sofern man sie richtig trägt. 😉 (Quelle: Tagesschau)



Zwischenfazit das live auf Facebook lief


Essen – schweißt Seele und Leib zusammen

Als ich unser Abenteuer immer mit vielen weiteren Fotos beglückte, wurde ich gefragt, ob ich auch mal was anderes mache als essen. Nun abgesehen vom Staunen habe ich auch viel essen können. Hier eine kleine Auswahl an Snacks die ich getestet habe. 

Toasti:
Es gab getoastetes Brot mit Käse/Schinken oder mit Mozzarella, Tomate und Pesto. Dann gab es auch belegte Baguettes. Einmal mit Lachs oder Salami. Das Essen war als Snack super. 

Poffertjes:
Mini-Pfannkuchen mit Zucker und Butter. Wer ein Topping mit Nutella, frischen Erdbeeren, Karamell- oder Erdbeersauce hat einen Aufpreis von 0,75 Euro bezahlt. Das war vollkommen okay. Auf einem Video habe ich auch angefangen zu schwärmen beim Essen, denn das ist absolut himmlisch gewesen. Eine klare 12/10. 😉 

Softeis und Eiskaffee:
Es gab auch Softeis mit diversen Toppings. (Schokolade, Karamell, Erdbeere oder mit frozen Fanta) Dabei habe ich mich für die Karamellversion entschieden mit Nüssen. Ich war im 7. Schleckerhimmel. Mein Eiskaffee wurde frisch mit Softeis bestückt der genauso super lecker war. Definitiv einer der besten Kaffees die ich je getrunken habe. 

Getränke:
Cola, Bier (Jupiler, belgisches Bier) und viele weitere Getränke konnte man überall kaufen. Der Preis von 2,95 ist der Gleiche wie im Disneyland (mit Infinity-Rabatt). 

Absoluter Pluspunkt: Du kannst online bestellen und es direkt abholen an der Theke. Der jeweilige QR-Code steht vor dem Restaurant. Das hat sehr viel Zeit, Stress und Anstehnerven sowie Geldbeutel geschont. Man konnte nämlich ein Kombimenü kaufen, das am Schalter so nicht ging. Es war ein Ersparnis bis zu 2 Euro. Am Counter kannst Du überall mit Karte zahlen. Zwar funktionierte nicht immer die VISA-Karte kontaktlos, aber das war zu verschmerzen.


Die Übernachtung im Loonsche Hotel (Hotelzimmer)

Ab 15 Uhr kannst Du mit Deiner Zimmerkarte in dein Zimmer gehen. Wir waren im Hauptgebäude auf dem vierten Stock und haben dieses Zimmer vorgefunden. Auf jedem einzelnen Bett gab es ein kleines Hand- und großes Handtuch. In der Dusche gab es eine Body- und Haarseife die angenehm rochen. Man war sehr gut versorgt. Das Zimmers ist schlicht und mit tollen hölzernen Akzenten gestaltet. Wer gerne Fernseher schaut, kann sich freuen: Alle deutschen Free-TV-Sender sind verfügbar und geben auch den Eltern die Möglichkeit ohne schlechtes Gewissen in die Dusche zu gehen.  Der Preis für das Zimmer ist auf jeden Fall für umgerechnet 140 Euro gerechtfertigt. Weitere Infos findest Du hier.


Abendessen und die Nacht

Bevor es in’s Bett ging, sind wir noch zu Abend essen gegangen. Das haben wir Restaurant „De Proeftuyn“ getan. Das Restaurant hatte eine virtuelle Speisekarte. Wie auch im Park: Du scannst mit dem Handy den QR-Code ein und bestellst Dein Essen. Die Speisekarte ist in Deutsch verfügbar, allerdings mit einigen Übersetzungsfehlern. Meine Empfehlung: Lies die Karte in Niederländisch oder Englisch. Das Trinken und Essen wurde vor Deinem Tisch auf einem Tablett serviert. Das gibt den Kellner*innen ohne Masken die Möglichkeit Abstand zu halten. Das Essen war sehr hochwertig und lecker, das kann ich garantieren. Dabei ist das Preis-/Leistungsverhältnis stimmig.

Was es bei uns zu essen gab:

  • Chickensalat
  • Suppe des Tages (Zucchini-Suppe)
  • Steak und mit Gemüse gefüllten Kartoffeln
  • Homemade-Hamburger mit Bacon und Pommes

Preis: 65 Euro (inkl. Trinkgeld)

Danach ging es ins Bett!
Das Bett war weich, gemütlich und wir waren wunschlos glücklich. Ich hatte lange nicht mehr so gut geschlafen.


Frühstück

Wenn man sein Hotelzimmer bucht, reserviert man auch sein Frühstück. Wir haben uns für 7:30 entschieden. Man findet eine liebevoll gestaltete Platte mit Croissants, Brotscheiben, Brötchen, Joghurt, Käse, Wurst und Marmelade/Erdnussbutter/Nutella. Für Kaffee oder Latte Macchiato oder Tee konnte man zur Theke. Allerdings nur eine Person pro Tisch. Am Boden waren Pfeile beklebt, wie man den Weg gehen muss. Bei uns war es sehr still und ruhig. Wöhrend dem Essen kam eine nette Kellnerin mit einem Rollwagen und bediente die Gäste mit Orangensaft, Erdbeer- und Schokomilch und füllte die Sachen, die man auf der Platte hatte nach. Auch wurde uns Ei (in Form von Spiegel- oder Rührei) mit Bacon serviert. Es war rundum ein wirklich leckeres und reichhaltiges Frühstück.  


Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen in der Pandemie von Sars-Cov-2

Der Park hält sich an die vorgeschriebenen Hygieneregeln der niederländischen Regierung. Das heißt folgendes:

  • 1,5 Meter Abstand (Kennzeichnungen in Warteschlangen)
  • Desinfektion von Klos, viel frequentierten Kontaktstellen und Fahrgeschäften
  • Alkoholgel zur Händedesinfektion
  • Hust- und Niesetikette beachten
  • Kontaktloses Zahlen
    Was Du dem Park fehlt ist eine Maskenpflicht, da die Leute keinen Abstand halten. 

Ich meine, dass der Park hier mehr Verantwortung und Biss zeigen muss. Wir hatten uns entschlossen bei Carnaval Festival normal anzustellen. Das ist soweit kein Problem gewesen, bis wir in der Warteschlange angekommen sind. Den Abstand nach vorne konnten wir einhalten. Nach hinten nicht. Viele Jugendliche haben dicht hinter uns gestanden und in den Nacken geatmet. Dabei haben wir uns sehr unwohl gefühlt. Zwar wurden die Warteschlangen nach draußen auf den Mitarbeiter-Parkplatz verlegt inklusive Rot/Weißem Band das die Abstände kennzeichnen soll. Das ist gut, aber um vor eine Infektion zu unterbinden langt dies nicht. Diese Situation hat uns moralisch sehr runter gezogen. Natürlich kann der Park nichts dafür, doch es ist mir wichtig dies zu erwähnen. Da kann man nach Paris schauen, wo das Sicherheitskonzept m. E. gut funktioniert.  

Auch außerhalb der Attraktionen war ich mehr beschäftigt den Abstand zu anderen zu halten, als zu staunen was es alles gibt. Das nimmt einem immens den Spaß weg. Zwar fiel mir erst am zweiten Tag auf, dass die Mitarbeiter*Innen aufpassen, dass sie den Flux nicht stören und nicht zu nahe stehen. Da fiel mir auf, dass es noch ein paar „Barrieren“ mehr geben müsste, die einem sagen wohin es geht. Vor allem ist stehen bleiben eine ganz schlechte Idee. In solchen Fällen kann man keinen Abstand mehr halten, was mehr als zehnmal passierte. Ansonsten war der Rest ordentlich gestaltet. Es wurden sogar zusätzliche Sanitäreinrichtungen (in Form von Festival-Klocontainer) zur Verfügung gestellt, was mich sehr beeindruckte. In einigen Einrichtungen, wurde sogar vom Mitarbeiter geregelt, wer wohin darf. 

Desinfektionsmittel hat man überall bekommen, das war stets in Ordnung und konnte meine Hände immer sauber halten. 

Für mich ist nach langen Gedankengängen klar: Der Park will sich seine (treuen) Gäste nicht vergraulen und versucht einen Mittelweg zu gehen. Einerseits ist die Sicherheit ganz klar sicher denn die Gäste sollen ja auch nicht krank werden. Zu viel Strenge wird sie verjagen, nur andererseits kommen andere wieder. Es ist ein sehr heißes Pflaster, dessen bin ich mir bewusst. Dennoch kann man anhand der Bilder sehen, ob hier Abstand gehalten wird oder nicht. 

Menschen die als Risikopatient gelten, appelliere ich dringend daran sich gut zu überlegen, ob die Person sich diese möglichen Gefahr aussetzt. 

Die Maßnahmen im Detail findest Du hier auf der offiziellen Homepage. 


Fazit

Ein wunderschön gepflegter Park mit sehr viel Natur, bei dem wir keinen Müll rumliegen gesehen haben. Ein Park mit Attraktionen, die sehr detailliert und liebevoll gestaltet sind. Die Gastfreundlichkeit der Niederländer ist groß. Du bist willkommen und sie sind sehr freundlich. In diesem Punkt kann sich das Disneyland definitiv eine große Scheibe abschneiden. Ebenfalls was das online bestellen von Essen betrifft. Der Park gibt Dir definitiv die Möglichkeit Deinen Alltag zu vergessen, Dich auf den Tag zu freuen und die (Welt-)Sorgen auszublenden. Man kann so viel entdecken, so viel machen und das Beste: Dein Freund mit der nassen Schnauze ist willkommen. Menschen mit Begleithunden haben hier definitiv eine gute Möglichkeit sich dort zurecht zu finden. Generell ist der Park perfekt auf die Inklusion vorbereitet und hat ein gut geregeltes System entwickelt, das alle fair behandelt.  

Mit der freundlichen Besatzung im Park sowie Hotel ist das hier mit Abstand das freundlichste Resort. Auch im Sinne der Digitalisierung ist der Efteling Park sehr fortgeschritten, bei denen sich deutsche sowie französische Parks eine (sehr große) Scheibe abschneiden können. Auch wenn man kein Niederländisch kann und der/die Mitarbeiter*in kein Englisch kann, versucht die Person ihr allerbestes Dir entgegen zu kommen. Das ist sehr löblich und ich habe mich wirklich willkommen gefühlt. 

Das Hotel insgesamt hat sehr viel abgerundet und hat uns das ersehnte Gefühl des Urlaubs gegeben. Danke dafür! 

Ein Besuch ist das Efteling auf jeden Fall wert und man sollte am besten dies mit einem Urlaub in den Niederlanden verbinden.
Denn hier stimmt wirklich die Aussage: Wer die Fantasie besitzt, sitzt an der Quelle der Magie. Magisch war es wirklich, zwar anders aber da. Ich habe gestaunt und mich bis auf die Probleme mit dem Abstand wohlgefühlt.

Ich werde definitiv wiederkommen! ♥ 



Was meinst Du? Würdest Du jetzt gerne hinfahren? Lass es mich wissen!