Disney+ streicht Filme

Der Mäusekonzern nimmt seine „Political Correctness“ ernst. Ab sofort streicht Disney+ Filme. Welche das sind findest Du hier.


„Safe Zone“ für Kinder

Die großen Klassiker wie The Aristocats, Peter Pan, Susi und Strolch, Aladdin sowie Vaiana sind ab sofort bei Kinderprofilen nicht mehr zu sehen. Die Grundidee scheint Kinder vor veralteten Werten wie Rassismus, Ausgrenzung und Fehlinformationen zu schützen. 

Politischer Aspekt: „Political Correctness“

Bevor die Filme entfernt wurden, war ein informativer Banner zu sehen, das einem deutlich gemacht hat, dass die (amerikanische) Gesellschaft mit neuen Werten zusammenlebt. In Amerika gibt es schon immer Rassismusdebatten. 2020 entfachte sich das Feuer erneut, als George Floyd durch Polizeigewalt erstickte. Walt Disney wollte schon immer progressiv sein und Werte vorleben, die die Welt zu einem besseren Ort machen soll. Die Grundidee ist schlecht, doch sieht die Realität leider anders aus.

Der Mensch vergisst [1] extrem schnell. Das heißt, Erfahrungen die unsere Gesellschaft und unser Sein beeinflussen, sind irgendwann nach einigen Generationen verschwunden. Ob Kinder, durch das Verschleiern von früheren Fehlern nicht (wieder) zu diversen, alten Stereotypen zurückgreifen, ist das gefährlich. Mein Appell an dieser Stelle: Sprich mit Deinem Kind über die Geschehnisse und was sie auslösen können. Zum Glück kann man ja als Erwachsener den Content sehen.

Die Frage, die auch oft vorkommt: Kann ich meinem Kind das antun? [Kleiner Videotipp: Generation Helikopter-Eltern?]Die einfache Antwort: Du kennst Dein Kind. Traue Deinem Kind (im gesunden Maße) etwas zu. Da jedes Kind unterschiedlich ist, kann und will ich kein Alter nennen, wo das geeignet ist. Manche Kinder verstehen das sehr schnell. Manche nie. Also deshalb: Entscheide selbst.

Auch noch eine berechtigte Frage: Trifft das wirklich weltweit zu? Die Antwort ist recht einfach: Die Welt ist nur so groß wie meine Vorstellungskraft ist. Sprich, jein! Disney sieht wohl hier eher Amerika im Vordergrund. In Europa gibt es sicher auch rassistische motivierte Taten, allerdings nicht so im dem Maße wie in Amerika. Es ist vielleicht von mir, als auch von Disney zu glauben, die hauseignen Probleme in Amerika auf die Welt projizieren zu wollen. Das ist auch nicht richtige Weg. Vor allem soll man die Kundschaft entscheiden lassen, ob man dies will oder nicht. Das sogenannte „Political Correctness“ (Politische Korrektheit) geht einem indirekt schon auf den Keks, aber oft steckt man auch nicht drin und solange man nicht selbst davon betroffen ist, wird es auch nie als störend empfinden. Was dagegen nur hilft ist ein wenig Empathie und ein Löffelchen voll Zucker.